Was ist Spyware?
Der Begriff Spyware ist ein so genanntes Kofferwort aus der englischen Sprache, das sich aus den Wörtern spy und ware zusammensetzt. Dabei steht spy für Spion und mit ware sind Programme gemeint, die auf einem Computer zum Schnüffeln benutzt werden. Die Software wird von einem Täter ohne Zustimmung des Opfers auf seinem Computer eingeschleust mit dem Ziel, bei diesem gewisse Dinge und vertrauliche Daten auszuspionieren. Die ausspionierten Daten werden dabei an den Hersteller der Software gesendet oder eben an Dritte und die Daten können zum Beispiel dazu dienen, um dem Opfer Produkte anzubieten, da ja jetzt gewusst wird, für was sich der jeweilige Nutzer zu interessieren scheint. Spyware ist also allgemein gesagt dazu da, um das Surfverhalten von Nutzern im Internet zu analysieren. Daten, die dadurch gewonnen werden, können dann für kommerzielle Zwecke genutzt werden. So ist es zum Beispiel möglich, dass gezielt Werbebanner oder auch Pop-ups eingeblendet werden können. Dabei orientieren sich diese an den Interessen der Nutzer. Ein Unternehmen, dass Spyware ausnutzt, möchte damit seine Werbemethoden wirksamer einsetzen können. Anty-Spyware Programme kennzeichnen Spyware als unerwünschte Software, um juristische Probleme beim Verbreiten zu unterbinden. Es gibt in Unternehmen manchmal komplette Abteilungen, die mit der Entwicklung von Spyware betraut sind. Die Spyware hat deshalb aus technischer Sicht auch häufig ein sehr hohes Niveau. Es ist auch sehr oft so, dass die Spyware nicht von einem infizierten Rechner gelöscht werden kann, weil dann so viele Prozesse gleichzeitig am Laufen sind, dass nach Beendigung von einem Prozess sofort wieder ein neuer gestartet wird.
